{"corpus":"steiner","locus":"GA 1/l06/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nur der Tätige und zwar der selbstlos Tätige, der mit seiner Tätigkeit keinen Lohn anstrebt, erfüllt seine Bestimmung. Es ist töricht, für seine Tätigkeit belohnt sein zu wollen; es gibt keinen wahren Lohn. Hier sollte Hartmann weiterbauen. Er sollte zeigen, was denn unter solchen Voraussetzungen die einzige Triebfeder aller unserer Handlungen sein kann. Es kann, wenn die Aussicht auf ein erstrebtes Ziel wegfällt, nur die selbstlose Hingabe an das Objekt sein, dem man seine Tätigkeit widmet, *es kann nur die Liebe sein.* Nur eine Handlung aus Liebe kann eine sittliche sein. Die *Idee* muß in der Wissenschaft, die *Liebe* im Handeln unser Leitstern sein. Und damit sind wir wieder bei Goethe angelangt. «Dem tätigen Menschen kommt es darauf an, daß er das Rechte tue, ob das Rechte geschehe, soll ihn nicht kümmern.» «Unser ganzes Kunststück besteht darin, daß wir unsere Existenz aufgeben, um zu existieren.» («Sprüche in Prosa»; Natw. Schr., 4. Bd., 2. Abt., S. 464 u. 441.)","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"6. Goethes Erkenntnis-Art","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":158,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/1/l06/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["MP1988"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/1/l06/p013"},{"lang":"en","edition":"MP1988","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/1/l06/p013","paragraph_aligned":true}]}