{"corpus":"steiner","locus":"GA 10/l01/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und solche Ruhe und Sicherheit wirken auch auf das ganze menschliche Wesen zurück. Der innere Mensch wächst dadurch. Und mit ihm wachsen jene inneren Fähigkeiten, welche zu den höheren Erkenntnissen führen. Denn durch seine in dieser Richtung gemachten Fortschritte gelangt der Geheimschüler allmählich dahin, daß er selbst bestimmt, wie die Eindrücke der Außenwelt auf ihn einwirken dürfen. Er hört zum Beispiel ein Wort, durch das ein anderer ihn verletzen oder ärgern will. Vor seiner Geheimschülerschaft wäre er auch verletzt worden oder hätte sich geärgert. Da er nun den Pfad der Geheimschülerschaft betreten hat, ist er imstande, dem Worte seinen verletzenden oder ärgerlichen Stachel zu nehmen, bevor es den Weg zu seinem Inneren gefunden hat. Oder ein anderes Beispiel. Ein Mensch wird leicht ungeduldig, wenn er warten soll. Er betritt den Pfad des Geheimschülers. Er durchdringt sich in seinen Augenblicken der Ruhe so sehr mit dem Gefühl von der Zwecklosigkeit vieler Ungeduld, daß er fortan bei jeder *erlebten* Ungeduld sofort dieses Gefühl gegenwärtig hat. Die Ungeduld, die sich schon einstellen wollte, verschwindet, und eine Zeit, die sonst verlorengegangen wäre unter den Vorstellungen der Ungeduld, wird vielleicht ausgefüllt von einer nützlichen Beobachtung, die während des Wartens gemacht werden kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":197,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/10/l01/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["HR1960","MAC1909","RSPC1947"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/10/l01/p027"},{"lang":"en","edition":"RSPC1947","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/10/l01/p027"},{"lang":"en","edition":"HR1960","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":false,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/10/l01/p027?edition=HR1960"},{"lang":"en","edition":"MAC1909","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":false,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/10/l01/p027?edition=MAC1909"}]}