Dritter Vortrag

GA 100/1907-06-18/p010 ·1907-06-18 · original (original)
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Und dann gibt es noch die Stufe, die aber viel, viel höher liegt, auf welcher der Mensch auch lernt, in seinen physischen Leib hineinzuarbeiten und diesen umzugestalten. So viel er nun an Herrschaft über den physischen Leib gewonnen hat, so viel nennt man Atma oder Geistesmensch; es ist das siebente Glied seiner Wesenheit. Atma hängt zusammen mit dem Worte «atmen», weil es der Atmungsprozeß ist, von dem diese Umwandlung ausgeht. Was das heißt, bewußt seinen physischen Leib vom Ich aus zu beherrschen, davon macht man sich erst eine Vorstellung, wenn man bedenkt, wie wenig man eigentlich von seinem physischen Leibe weiß. Dieses Wissen hat nichts zu tun mit dem, was die heutige Anatomie über den physischen Körper zu sagen hat. Lange bevor es eine heutige Anatomie gab, gab es uralte Lehren, die allerdings nicht öffentlich bekanntgeworden sind, in welchen Sie aber ein Wissen über das Innere des Menschen finden. Dadurch konnten diese alten Weisen zum Beispiel die Strömungen des Lebens und des Blutes verfolgen; sie waren dadurch in der Lage, sich selbst innerlich anzuschauen, den physischen Körper zu beobachten in allen seinen Organen. Wenn wir uns so weit entwickelt haben, dann ist es möglich, daß kein Teilchen in unserem Leibe sich bewegt ohne unseren Willen. Das ist die Umwandlung in Atma, Geistesmensch.

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Cite: GA 100/1907-06-18/p010 · edition original