Achter Vortrag

GA 100/1907-06-23/p008 ·1907-06-23 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun sind viele von denjenigen Menschen, die in den ersten christlichen Jahrhunderten diese Gleichheitsforderungen aufgestellt haben und die damals mit diesen nichterfüllten Forderungen durch die Pforte des Todes gegangen sind, die also alle diese Sehnsuchten nach Gleichheit vor Gott und den weltlichen Mächten in ihrer Seele mitgenommen haben in die geistige Welt, gerade jetzt wiederverkörpert, und sie bringen ganz selbstverständlich ihre Einstellung zu diesen Forderungen - nun aber in metamorphosierter Form, der heutigen materialistischen Weltanschauung entsprechend — wieder mit. Die jetzt Wiederverkörperten übersehen also den ganz materialistischen Einschlag, den diese Forderung in unserer Zeit erhalten hat. Es ist nicht richtig, wenn man glaubt, oder behaupten würde, der heutige Freiheitssinn stamme vom Christentum her.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/100/1907-06-23/p008.json
Cite: GA 100/1907-06-23/p008 · edition original