Achter Vortrag

GA 100/1907-06-23/p009 ·1907-06-23 · original (original)
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Diese Umsetzung der Forderung einer Gleichheit vor Gott und den weltlichen Mächten in die heutige Forderung der Gleichheit in allen irdischen Verhältnissen kann einzig und allein in das richtige Fahrwasser gebracht werden durch das Überschauen des wahren Zusammenhangs, wie er uns durch die theosophische Weltanschauung ermöglicht wird. Wer aber den wahren Zusammenhang überschaut und zugleich hinsieht auf das, was als materialistische Weltanschauung heute die Menschen beherrscht, der sieht ohne weiteres ein, daß die Gleichheitsforderung in der Form, wie sie heute von den radikalen Denkern der Gegenwart aufgestellt wird, etwas ist, was ganz naturgemäß einmal auftreten mußte. Aber ebenso wahr ist es, daß sich die Menschen von nun an wieder erheben müssen aus dem Materialismus zum Spiritualismus. Nur dann wird erst wieder eine Gesundung der sozialen Verhältnisse eintreten können. Es gibt kein anderes Heilmittel dafür, als eben die Geisteswissenschaft selbst.

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