Neunter Vortrag

GA 100/1907-06-24/p010 ·1907-06-24 · original (original)
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Geradeso wie Sie nach dem Tode andere Daseinsformen antreffen, so geht ein solcher Weltenkörper, bevor er in einen neuen Zustand hineinkommt, eine Art Zwischenzustand, eine Art Schlafzustand durch, ein Pralaya, im Gegensatze zu einem Manvantara, so daß zwischen dem Saturn und dem Sonnenzustand eine Art Ruhe, Latenz des Planeten liegt. Dann tritt aus diesem Schlafzustand, der aber ein geistiger Zustand ist und nicht etwa ein Ruhezustand, der ganze Planet in einer neuen Form wieder heraus. Der Saturn kam also als Sonne wieder heraus. Eine beträchtliche Veränderung vollzog sich nun. Eine große Anzahl derjenigen Anlagen, welche sich schon auf dem Saturn entwickelt haben und die heute in uns im Heranwachsen sind, wurden jetzt auf der Sonne von einem Ätherleib durchdrungen. Bei einem solchen Planetenübergang geschieht etwas, was man damit vergleichen kann, daß man von einer Pflanze die Frucht nimmt und sie in den Boden legt: sie verfault, aber es bildet sich die Anlage zu einer neuen Pflanze aus. So ging alles, was auf dem Saturn sich herausgebildet hatte, als Neuanlage auf der Sonne auf und durchdrang sich mit einem Ätherleib. Nicht alles — einiges blieb zurück in der Weise, daß, was früher Anlage zu dem Menschenleib war, sich gespalten hat in zwei Reiche. Ein Teil ist aufgestiegen zu einer Art von Pflanzenmenschen; wie die Pflanze heute ihren Äther- und physischen Leib hat, so hatten die damaligen Sonnenmenschen einen physischen und ÄÄtherleib. Und auf der mineralischphysischen Stufe sind zurückgeblieben andere Wesenheiten, die sich vergleichen ließen mit dem heutigen Mineralreich. Dieses schloß die Sonne als ein untergeordnetes Naturreich in sich ein, und ein anderes hatte sie als ein Pflanzen-Menschenreich hinaufgeschoben. Eine richtige Vorstellung von der Sonnenluft bekommen Sie, wenn Sie sich ein chemisch dichtes Gas vorstellen, das nicht mehr einen bloß spiegelnden Körper vorstellt, sondern jetzt alles, was es zugestrahlt erhielt, in sich aufgenommen hat und erst nachdem es das in sich verändert hat, wieder zurückwirft, wie es heute mit der Farbe der Pflanze ist. Die Pflanze bildet ihren grünen Farbstoff und anderes aus, und gibt das, was sie ausgebildet hat, wieder an den Weltenraum zurück.

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Cite: GA 100/1907-06-24/p010 · edition original