Neunter Vortrag

GA 100/1907-06-24/p011 ·1907-06-24 · original (original)
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Wir können das, was im Sonnenkörper lebte, nicht mehr vergleichen mit einem Echo oder Spiegelbild wie beim Saturn, sondern eine eigentümliche Erscheinung für die Wesen, die auf der Sonne verkörpert waren, tritt auf, die sich nur vergleichen läßt mit einer Art Fata Morgana, mit Luftspiegelungen, die eine Art farbiger Bilder sind. Solche Erscheinungen, die heute nur in gewissen Gegenden unserer Erdoberfläche wahrzunehmen sind, würden Ihnen versinnlichen können, wie die Pflanzenleiber damals sichtbar geworden sind. Sie müssen sich vorstellen, daß Ihre eigenen Leiber fatamorganartige Vorgänger hatten, durch die ein heutiger Körper einfach hindurchgehen kann. Sie waren so fein wie Luftspiegelungen, aber es war das nicht nur eine LichtFata Morgana, sondern zu gleicher Zeit Ton- und Geruchswirkungen, die den Sonnengasball durchschwirrten. Während nun alle Wesenheiten, die auf der Sonne waren, leuchtend waren, wie heute alles, was Fixstern ist, wirkte das alte Saturnreich derjenigen Wesenheiten, die zurückgeblieben waren, wie ein dunkler Einschluß, wie finstere Stellen dem Licht gegenüber, wie dumpfe Höhlen innerhalb des Sonnenleibes, die seine Harmonie störten. Namentlich in bezug auf das Weltenaroma mischten sich von den zurückgebliebenen Wesenheiten Empfindungen ein, die allerlei Mißgerüche verbreiteten. Das hat unsere Mythe behalten, indem sie sagt, daß der Teufel stinkt und einen bösen Geruch zurückläßt. Bei dem Fortschritt der Sonne ist wirklich auch ein dunkler Einschluß zurückgeblieben, und die heutigen Sonnenflecken sind wirklich die Nachzügler des alten Saturnreiches auf der Sonne. Deshalb sind sie aber hypothetisch genau doch so zu erklären, wie es heute geschieht; das gilt alles.

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Cite: GA 100/1907-06-24/p011 · edition original