{"corpus":"steiner","locus":"GA 100/1907-06-24/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie sah es nun auf dem Mond aus? Diejenigen Wesen, welche auf dem Saturn sich vorbereitet hatten durch die physische Anlage der Sinnesorgane, hatten diese auf der Sonne so umgestaltet, daß ihnen ein Ätherleib eingegliedert worden war; dadurch hatten sich die Sinnesorgane zentralisiert, und die erste Anlage zu allen Wachstumsorganen bis zu den Drüsen hin hatte sich auf der alten Sonne unter dem Einfluß des Ätherleibes ausbilden können. Es war das ein letztes Produkt des Sonnenzustandes. - Auf dem Mond wurde in ähnlicher Weise der Astralleib eingegliedert. Alles Astrale war ja zuerst in der Umgebung vorhanden — die Feuergeister hatten den Astralleib als das unterste Glied ausgebildet; daher bildeten diese Wesen wirklich eine Art Pflanzen; sie hatten zum Beispiel einen festen Standort. Obwohl der ganze Sonnenkörper gasig war, müssen Sie sich da dichtere Luftschichten denken, die für die Menschenpflanzen Leiber waren. Nun gliederte sich der Astralleib des Menschen ein: dadurch entstand die erste Anlage zu einem Nervensystem. Das Reich, das sich durch den Pflanzenzustand der Sonne hinaufentwickelt hatte, ging über in ein Tierartiges. So hatten die physischen Menschenvorfahren des Mondes die drei Leiber: physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, aber sie waren um gut einen Grad höher als die heutigen höchsten Affen; es waren Menschentiere, die Ihnen keine Biologie mehr nachweisen kann, ein Zwischenreich zwischen Mensch und Tier. Unser heutiges Pflanzen-, Tier- und Mineralreich hat sich überhaupt erst später ausgebildet. Aber wie es Menschentiere gegeben hat, so müssen wir auch ein Zwischenreich zwischen Pflanze und Tier annehmen: Pflanzen, die eine halbe Empfindungsfähigkeit hatten, die tatsächlich gequietscht haben, wenn man sie angerührt hat. Diese Pflanzentiere hätten niemals auf einem solchen mineralischen Boden wachsen können, wie der heutige Boden der Erde ist; den gab es aber auch nicht. Der Mond bestand seiner Masse nach nicht aus dem heutigen Mineral, auch nicht einmal so etwas wie Ackererde war vorhanden. Der Mondgrund bestand, wenn man vergleichsweise spricht, aus so etwas, wie wenn man Salat oder Spinat kochen und einen Brei davon machen würde; darin war eine Art Mineralpflanze, und so war der ganze Mondgrund ein pflanzliches Wesen. Wenn Sie heute an Torfmoor denken, so gleicht es dem, was damals ein natürliches Reich zwischen unseren Pflanzen und Mineralien war. Felsen gab es auch nicht; wer über die Erde gewandelt wäre, würde über solchen Torfmoor- oder Pflanzenboden gegangen sein, und für die Felsen können Sie sich als Analoges verholzte Einlagen denken. Aus diesem ganzen Grunde heraus wuchsen die Pflanzentiere, und darüber bewegten sich dann diejenigen Wesenheiten, die Menschentiere waren, in dem Umkreis des Mondes, den man mit «Feuerluft» bezeichnet. Denken Sie sich die ganze Luft ausgefüllt mit Salpeter-, Kohlen- und Schwefelsäuredämpfen; in dieser feurigen Luft, die Sie so bekommen würden, lebten die Mondenmenschen. Der Okkultist kannte immer diese Feuerluft; und unter den alten Erdverhältnissen gab es sogar die Möglichkeit, chemisch solche Feuerluft herzustellen, was heute nur in ganz kleinem Kreise geschehen kann. Das Wissen davon hat sich die echte Alchimie bewahrt. Wenn Sie daher im «Faust» lesen: «ich will ein wenig Feuerluft machen», so ist das ein Anklang an die Tiefen des Okkultismus. Feuerluft umhüllte den Mond, das war seine Atmosphäre.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1907-06-24","location":null,"word_count":514,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/100/1907-06-24/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/100/1907-06-24/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/100/1907-06-24/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}