Zwolfter Vortrag

GA 100/1907-06-27/p011 ·1907-06-27 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Das ist eine interessante Tatsache, die uns auf das hinführt, was wir zu betrachten haben. Wo das Blut ungemischt bleibt, wie es in den alten Stammesgemeinschaften oder bei den Bauern Anzengrubers der Fall war, bleibt eine derartige starke Erscheinung, wie sie bei dem Dichter Anzengruber in der letzten Verkörperung noch da war. Er hatte die Gestaltungskraft ererbt und wußte das ganz genau zu schätzen: es rann durch das Blut der Generationen die Gestaltungskraft. So ist es wirklich, wo verwandtes Blut nur mit verwandtem Blut sich mischt. Und auf die bildnerische Kraft der Seele wirkt die Mischung des fremden Blutes zu fremdem Blut auslöschend. Hätte Anzengruber irgend jemanden geheiratet, der einer ganz andern Klasse angehörte, so würden seine Kinder nicht mehr diese Gestaltungskraft gehabt haben.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/100/1907-06-27/p011.json
Cite: GA 100/1907-06-27/p011 · edition original