Zwolfter Vortrag

GA 100/1907-06-27/p018 ·1907-06-27 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Und nun will ich Ihnen den Schlußakt davon erzählen. Sie müssen sich erinnern, daß der Schlaf des Menschen darin besteht, daß der Astralleib aus dem Äther- und physischen Leibe heraus ist, und daß der Tod darin besteht, daß der physische Leib allein bleibt und der Ätherund Astralleib vereinigt sind. Nun war es so, daß der Führer der Mysterien, der Hierophant, durch die entsprechenden Methoden, die man anwenden konnte, den Menschen so behandelte, daß der physische Leib durch dreieinhalb Tage hindurch wie tot dalag, und der Ätherleib mit den übrigen Gliedern des Menschen außerhalb war. Das war weder ein Schlaf noch ein Tod, sondern ein drittes. Es war alles so vorbereitet, daß der Mensch während dieser dreieinhalb Tage die Wanderung durch die höheren Welten machen konnte; er lernte jetzt durch die Anleitung des Hierophanteninitiators die Dinge kennen, die wir auch in den vorhergehenden Vorträgen beschrieben haben. Das alles lernte er durch eigene Anschauung kennen. Ein zweimal geborener Mensch war er nach dreieinhalb Tagen. Wenn er jetzt wieder zurückkehrte, erinnerte er sich an alles, was er in den jenseitigen Welten erlebt hatte; er war jetzt ein lebendiger Zeuge dessen, daß es solche Welten gibt. Seine Worte waren jetzt anders, als sie früher erklungen waren. «Selig» war er geworden, und anwendbar war auf ihn das Wort: «Selig sind, die da schauen.»

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/100/1907-06-27/p018.json
Cite: GA 100/1907-06-27/p018 · edition original