Dritter Vortrag
Zwischen zwei planetarischen Verkörperungen liegt eine Art von himmlischem oder geistigem Devachan, ein Pralaya. Die Zeit zwischen zwei planetarischen Zuständen ist, ebenso wie beim Menschen die Zeit zwischen zwei Erdenleben, keine Zeit der Ruhe, sondern eine Zeit geistiger Tätigkeit und Vorbereitung für die nächste Zukunft, für das nächste Leben. Nach außen erscheint dieser Zustand als ein dämmerhafter. Als die Erde aus dem Pralaya hervortrat, um in den Saturnzustand überzugehen, war sie nicht so beschaffen wie heute. Wenn man alles das, was Erde, Sonne und Mond an Substanz und Wesenheit ausmachen, durcheinandermischen und einen einzigen Körper daraus bilden könnte, würde man dasjenige erhalten, was die Erde ausmachte, als sie aus jenem dämmerhaften Dunkel in den Saturnzustand überging. Sie trat heraus nicht als ein von Wesen verlassener Körper. Auch die heutige Menschheit war bereits dort vorhanden, aber in einem Zustande, der demjenigen des Planeten angepaßt war. Auf dem Saturn wurde die erste Anlage zum physischen Leib gebildet. Eine Vorstellung von der damaligen physischen Beschaffenheit des Menschen erhalten wir, wenn wir uns den stofflichen Zustand des Planeten begreiflich zu machen versuchen. Auf dem Saturn gab es nicht solche Zustände der Körperlichkeit, wie wir sie heute antreffen. Es gab keine festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffe; die Materie war vielmehr in einem Zustand, den der heutige Physiker gar nicht mehr als körperlich anerkennen würde.
Cite:
GA 100/1907-11-18/p006 · edition original