Fünfter Vortrag

GA 100/1907-11-20/p003 ·1907-11-20 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

«Das Gesetz ist durch Moses gegeben, die Hingabe — Gnade — und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden» (Joh. 1,17). Wenn wir diese Stelle vollständig verstehen, so erfassen wir auch jenen tief bedeutungsvollen Einschnitt in der Geschichte der Menschheit, der durch die Erscheinung des Christus stattgefunden hat. In den vorhergehenden Vorträgen wurde in groben Zügen die Entwickelung der Menschheit geschildert und gezeigt, in welcher Weise sich das Ich-Bewußtsein entwickelt hat. In den Zeiten urferner Vergangenheit haben ganze Gruppen und Generationen von Menschen sich als Ich empfunden. Das hohe Alter der Patriarchen wird in dieser Weise verständlich. Nach und nach schränkte sich dieses Ich-Gefühl immer mehr auf einzelne Persönlichkeiten ein. Auch wurde gezeigt, wie sich in dieser Entwickelung zwei geistigeStrömungen geltend machten: die eine, die Blutsverwandtschaft, die auf natürliche Weise die Menschheit zusammenzuhalten bestrebt war; die andere, die luziferische, die den Menschen auf sich selbst stellte und ihn vorbereitete auf den kommenden, rein geistigen Bund.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/100/1907-11-20/p003.json
Cite: GA 100/1907-11-20/p003 · edition original