Dritter Vortrag
In gewissen noch höheren Gebieten des geistigen Daseins befinden sich Wesen, die identisch, gleichartig sind dem menschlichen Ich-Wesen selber, die zuerst Veranlassung gegeben haben zur Bildung des roten Blutes. Sie können das lesen in der Schrift «Blut ist ein ganz besondrer Saft». Ich-Wesen sind die Bildner und Baumeister dieses roten Blutes. Sie wirkten von außen, damit das Ich sich in den Menschen versenken konnte. Die Tiere haben das Ich noch nicht. Wo beim Tier rotes Blut ist, da wirken Wesen von außen; die Tiere sind vom roten Blute «besessen». Der Mensch aber kommt dadurch zur Freiheit, daß er von seinem Ich, von sich selbst «besessen» ist. Er mußte von sich selbst Besitz ergreifen, um die Herrschaft über sein Blut erlangen zu können.
Cite:
GA 101/1907-10-21/p013 · edition original