{"corpus":"steiner","locus":"GA 101/1907-10-21/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die heutigen Fortpflanzungsorgane dagegen sind auf dem Aussterbeetat; sie werden sich immer mehr verhärten und schnüren sich ab vom menschlichen Leibe. Man versteht den menschlichen Leib nur dann in richtiger Weise, wenn man weiß, daß er zusammengesetzt ist aus einem absterbenden Teil und einem in der Entwickelung fortschreitenden Teil und wie sich der absterbende Teil zu dem fortschreitenden Teil verhält. Der menschliche Leib enthält etwas in sich, was immer mehr in den Tod hineingeht, und etwas, was immer mehr zu neuem Leben aufblüht. Wer den Menschen vom okkulten Standpunkte aus betrachtet, kann bei jedem Organ angeben, ob es ein solches ist, das zur abflutenden Entwickelung gehört, das dem Tode zueilt, das die Menschheit künftig nicht mehr haben wird, oder ob es ein solches ist, das auf der Jugendstufe steht und in Zukunft erst größer und gewaltiger ausgebildet sein wird. Sie können solche Organe im menschlichen Leibe sehen, die in ihrer Natur schon zusammengeschrumpft und in ihrer Tätigkeit abgestumpft sind, die nur noch eine spärliche Tätigkeit haben. Ein solches Organ ist die Zirbeldrüse. Sie hatte einstmals eine mächtige Tätigkeit und ist jetzt herabgesunken zu einem fast bedeutungslosen Organ. Gewisse Organe gehen fast bis zur Stufe des Todes und werden dann wieder neu belebt in anderer Weise. Andere Organe sterben ganz ab, sie verschwinden in ihrer Form vom physischen Plan und treten dann wieder auf in anderer Gestalt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1907-10-21","location":null,"word_count":226,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-10-21/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-10-21/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/101/1907-10-21/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}