Dritter Vortrag

GA 101/1907-10-21/p026 ·1907-10-21 · original (original)
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Betrachten wir jetzt einmal einen Menschen mitten im Leben drinnen, wie er dasteht auf der einen Seite mit seiner Tendenz zu verhärten, und auf der anderen Seite mit seiner Tendenz, etwas zurückzubehalten. Wir sehen diese beiden Tendenzen sich da scheiden, wo der Mensch um das siebente Jahr herum seine zweiten Zähne bekommt. Die Tendenz, in die Knochenbildung hineinzugehen, sich abzuschließen in der Verhärtung, findet ihren Ausdruck in den Zähnen, die das Kind um das siebente Lebensjahr herum bekommt. Der abgesonderte Teil des Astralleibes bewirkt, daß der Mensch abweichend vom Tier - gewisse Lebenskräfte zurückbehält, so daß er sich weiterbilden kann. Bis zum siebenten Jahre kam beim Menschen nur das Artmäßige, das Gattungsmäßige zum Ausdruck; jetzt tritt der Zeitpunkt ein, wo er sich in den Kulturfortschritt unserer Zeit hineinleben kann. Es beginnt die Schulzeit. Diese zwei Dinge hängen wesenhaft zusammen: die Tendenz zur Verhärtung, die sich ausdrückt in der Zahnbildung, und die Tendenz zur Erweichung, die etwas zurückbehalten muß, was der Ätherleib, der im siebenten Jahr frei wird, zu seiner Fortentwickelung braucht. Diese zwei Tendenzen sind aneinandergefesselt, das zeigt sich klar und deutlich im Leben.

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Cite: GA 101/1907-10-21/p026 · edition original