{"corpus":"steiner","locus":"GA 101/1907-10-21/p038","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So wandern die Kräfte, die außen sind, in das Innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu werden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen. Was die Menschen an solchen großen Wahrheiten in so ergreifender Weise in den alten Sagen und Märchen ausdrückten - wie in dem mongolischen Märchen von der Frau mit dem einen Auge -, das wird eine zukünftige Menschheit in anderen Formen ausdrücken. Die Kraft des geistigen Schauens wird im Menschen wieder lebendig werden. Jene Kraft des geistigen Schauens, die eine Eigenschaft des Kopfauges ist, sie wird nicht mehr den Menschen sich unbefriedigt fühlen lassen beim Schauen der physischen Dinge der uns umgebenden Welt, wie die Frau in der Legende, die jedes Wesen, das in ihre Nähe gebracht wird, wegwirft. Diese Kraft wird durchdringen des Menschen jetziges Wesen, und er wird dann nicht nur das Äußere, Physische der Dinge sehen, sondern das, was sich in den äußeren Gegenständen an Geistigem ausdrückt. Was heute materiell geworden ist, wird geistig für ihn sein; sein jetzt verhärteter physischer Leib wird dann wiederum vergeistigt sein. Jene Frau aus der mongolischen Legende wird wieder leben und hinausschauen in die Welt. Und während sie heute die Wesen, die ihr nur ihre sinnliche Seite zeigen, wegwirft, weil sie in ihnen nicht findet, was sie sucht, wird der Mensch der Zukunft wieder den Geist in der Materie sehen und in den Wesen das finden, was zu ihm gehört; er kann es ergreifen und liebevoll ans Herz drücken. Er wird an den Wesen das Geistige der Welt finden, dasjenige, was er liebend umfassen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1907-10-21","location":null,"word_count":272,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-10-21/p038","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-10-21/p038"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/101/1907-10-21/p038","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}