Christmas: A contemplation out of the Wisdom of Life

GA 101/1907-12-13/p032 ·1907-12-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Erinnern wir uns der Urzeit der Erde, jener Zeit der Erde, wo sie ein feurig-flüssiger Körper war und alles Metall und Mineral in unserer Erde aufgelöst war. So hätte die Erde nicht bleiben können, denn sie mußte werden der Schauplatz, auf dem wir wohnen, der feste Schauplatz, auf dem wir herumgehen können. Die Metalle und Mineralien mußten sich verfestigen aus dem flüssigen Element; fest mußten sie werden, sich zusammenziehen mußten sie. Was aufgelöst war im flüssigen Element, mußte sich zusammenballen, kristallisieren; ein ähnlicher Prozeß also, wie er sich uns in einem Glase Wasser abspielt, worin Sie Salz aufgelöst haben. Kühlen Sie das Wasser ab, dann sehen Sie die Salzkristalle sich ablösen als feste Körper aus der Wassermasse. Wenn Sie verfolgen die Gefühle, die dabei spielen, so sind das Schmerzgefühle im scheinbar toten Steinreich. Alles scheinbare Zerstören und Zersplittern des Steinreichs ist Wollustgefühl der Erde. Alles Konsolidieren, alles Festwerden, alles Kristallisieren geschieht unter Schmerzen, und unter Schmerzen haben sich alle Gesteine gebildet, alle festen Mineralien des Wohnplatzes, auf dem wir herumgehen. Dies ist mehr oder weniger so der Fall gewesen beim Festwerden unseres Erdumkreises.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/101/1907-12-13/p032.json
Cite: GA 101/1907-12-13/p032 · edition original