Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung

GA 101/1907-12-29/p010 ·1907-12-29 · original (original)
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Alle auf Imaginationen, auf das Bildliche hinzielenden Vorstellungen erziehen den Menschen, um ihn allmählich zu jenem Punkte der Lebensentwickelung zu bringen, wo er lernt, immer mehr und mehr in die höheren Welten hineinzublicken. Bildhafte Vorstellungen, wie zum Beispiel die Vorstellung vom alten Mond, sind ein mächtiges Erziehungsmittel nach dieser Richtung. Durch solche Vorstellungen bringt man die Entwickelungsidee in richtiger esoterischer Art an den Menschen heran. Wenn man vor den Menschen nur trokkene, abstrakte Begriffe hinstellt, bleibt er mit dem Denken auf dem physischen Plan, denn das gewöhnliche Denken als solches kommt niemals vom physischen Plan weg. Es ist zwar eine Herunterspiegelung vom Devachanplan; aber der Gedanke, den der Mensch hegt, ist etwas, was zum physischen Plan gehört, er ist nur wie ein Schattenbild der höheren Vorgänge. Wenn Sie sich noch so feine Vorstellungen davon bilden, wie die Entwickelung vor sich geht, wie ein Wesen auf der ersten Stufe des Daseins sich differenziert, sich herabsenkt und umhüllt, - das sind alles nur Vorstellungen, die Ihnen Begriffe des physischen Planes geben, die Sie aber nicht in der Entwickelung weiterbringen. Erst sinnlich-übersinnliche Vorstellungen und Begriffe können Sie nach und nach wirklich eine Stufe weiterbringen. Zuerst muß man die Begriffe in Bilder, in Imaginationen umwandeln und diesen Vorgang immer und immer wiederholen.

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