{"corpus":"steiner","locus":"GA 101/1907-12-29/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Von dieser Stufe des gegenwärtigen Menschen wies der Lehrer den Schüler auf eine höhere Stufe hin. So wie der Mensch sich aus einem Zustand heraufentwickelt hat, wie ihn die Pflanze hat, so wird er auch seine Instinkte und Begierden wiederum läutern zu einer höheren, keuschen Stufe. Der Lehrer zeigte dem Schüler die Anlagen im physischen Leibe des Menschen, durch welche die höheren Stufen des Bewußtseins errungen werden können und die menschliche Substanz wiederum zu einer der Pflanze ähnlichen Substanz werden kann. Ein jegliches Wesen muß einen physischen Leib benutzen, wenn es auf der Erde erscheinen will. Aber der Leib des Menschen wird sich in der Zukunft immer mehr und mehr umgestalten. Wir unterscheiden in bezug auf die menschlichen Organe eine absteigende und eine aufsteigende Entwickelung. Ein Teil der menschlichen Organe ist in absteigender Entwickelung; diese wird der Mensch im Laufe der Zeit, die allerdings nach Jahrtausenden zählt, abwerfen. Andere Organe sind im Werden, sie werden in der Zukunft eine Höherentwickelung haben, zum Beispiel der menschliche Kehlkopf; er ist erst im Anfange seiner Entwickelung. Eine andere Höherentwickelung wird das menschliche Herz nehmen, das in der Zukunft ein ganz anderes Organ werden wird. Während andere Organe ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, sich abschnüren von der menschlichen Natur und verdorren, haben wir im Herzen ein Organ, das erst am Anfange seiner Entwickelung ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung","site_heading":null,"date":"1907-12-29","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-12-29/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-12-29/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/101/1907-12-29/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}