{"corpus":"steiner","locus":"GA 101/1907-12-29/p018","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir die Pflanze in der ursprünglichen keuschen Substanz betrachten, so finden wir das Grün als Farbe im Leben der Pflanze. Die Pflanze ist in denjenigen Teilen, in denen der Ätherleib lebendig tätig ist, durchdrungen vom Blattgrün, von dem, was man das Chlorophyli nennt. Der Ätherleib hat ein Grundgesetz, das ist das Gesetz der Wiederholung. Würde in der Pflanze nur der Ätherleib allein tätig sein, so würde sich immer wieder ein und dieselbe Form wiederholen; Blatt um Blatt setzt sie an. Wenn aber der Astralleib der Erde auf die Pflanze einzuwirken beginnt, schließt sie das Wachstum ab und setzt die Blüte an. Die Wirkung des Ätherleibes offenbart sich in der Wiederholung. Auch beim menschlichen Wachstum macht sich dieses Prinzip geltend. Der Ätherleib zeigt seinen Einfluß in der Bildung der Rückenwirbel, die aber da ihren Abschluß findet, wo der Astralleib zu wirken beginnt und sich die Schädelkapsel wölbt. Wir können daher auf den ätherischen Leib nur einwirken durch das Prinzip der Wiederholung. Wenn Sie denken und begreifen, so wirkt das nur auf den Astralleib. Wenn Sie aber zum Beispiel beten oder meditieren und täglich dasselbe Gebet oder dieselbe Meditation wiederholen, so wirken Sie bis in den Ätherleib hinein. Die Dinge sind so, daß im Kosmos sich zuerst das Prinzip der Wiederholung zeigt in den Taten des Ätherleibes, dann das Prinzip des Abschlusses durch den Astralleib. Wo der Astralleib sich zurückzieht, tritt mit Selbstverständlichkeit wieder das Prinzip der Wiederholung auf. So wachsen Ihre Haare und Nägel, weil sich der Astralleib dort zurückgezogen hat. Es schmerzt ja auch nicht, wenn Sie sich die Haare abschneiden, denn der Schmerz ist ein Ausdruck des Astralleibes.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung","site_heading":null,"date":"1907-12-29","location":null,"word_count":270,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-12-29/p018","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/101/1907-12-29/p018"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/101/1907-12-29/p018","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}