Erster Vortrag
Sie müssen sich nämlich die Verhältnisse in den höheren Welten viel komplizierter vorstellen, als man das gewöhnlich tut. Es besteht, sobald wir von den höheren Welten reden, durchaus ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Planeten, und so besteht ein Zusammenhang zwischen dem Mond und der Erde in einer ähnlichen Weise, wie Sie zum Beispiel von Berlin nach Hamburg telephonieren, so daß solche Wesenheiten, die auf dem Monde leben, also ihre Wirkungen mit Hilfe astralischer Kräfte auf der Erde ausüben können. Diese Wesenheiten sind, man könnte sagen, nur die schlimme Kehrseite von anderen Wesenheiten, die wir ebenfalls in der astralen Welt finden: von gutartigen Wesen, die, verglichen mit der gegenwärtigen, auch sanftesten Menschennatur, noch viel, viel sanfter sind, sehr sanft auch in bezug auf die Sprache, Das sind Wesenheiten, deren Sprache nicht von jener Sprödigkeit ist wie die menschliche Sprache, bei der erst lange überlegt werden muß, wenn der Mensch sich äußern soll, wenn er seine Gedanken und Vorstellungen in Worte kleiden soll. Man könnte sagen, diesen Wesenheiten fließen die Gedanken von den Lippen, nicht bloß der Ausdruck der Gedanken in Worten, sondern die Gedanken selbst fließen ihnen in einer sanften Sprache von den Lippen. Diese Wesenheiten finden Sie auch innerhalb unserer astralischen Welt; ihren eigentlichen Schauplatz haben sie wiederum auf einem anderen Planeten. Wie die erstgenannten Wesenheiten auf dem Mond, so haben diese zweiten auf dem Mars ihre Heimat; den bewohnen sie, und da sind sie sogar die hauptsächlichste Bevölkerung, so wie gewisse Menschenrassen die hauptsächlichste Bevölkerung auf unserer Erde sind.
Cite:
GA 102/1908-01-06/p007 · edition original