Vierter Vortrag
Nun werden wir hier eine wichtige Sache noch einzufügen haben. Wir haben jetzt einen ziemlich normalen Gang der Entwickelung gesehen. Wir haben gesehen, wie auf dem alten Mond die Geister der Form ihr niederstes Glied, ihr Ich, hineingestrahlt haben, und wie sie, als aus dem Mond die Erde geworden war, dieses Ich abgegeben haben und dadurch den Menschen befruchtet haben mit dem Ich. Nun wissen wir, daß auf dem Monde gewisse Wesenheiten zurückgeblieben sind, welche mit ihrer Entwickelung auf dem Monde nicht fertig geworden sind. Was heißt das? Das heißt, sie sind nicht bis zu der Stufe vorgeschritten, daß sie die Fähigkeit erlangt haben, ihr Ich ausströmen zu lassen und damit den Menschen zu befruchten. Das konnten sie nicht. Sie standen noch auf der alten Mondenstufe, als sie mit ihrem Ich hineinwirkten in die Atmosphäre der Erde. Es waren in der Umgebung des Menschen zurückgebliebene Wesenheiten, die so wirkten, wie die Art der Geister der Form auf dem Monde war; so wirkten diese zurückgebliebenen Wesen auf der Erde. Der Mensch war in der Armosphäre der Erde umgeben von Ich-Wesenheiten, die noch nicht ihre Iche abgegeben hatten. Diese Wesenheiten streben jetzt danach, das letzte, was sie auf dem Monde tun mußten, jetzt auf der Erde tun zu können. Dadurch war der Mensch Einflüssen ausgesetzt, die hier in der normalen Entwickelung nicht zu ihm gehört hätten. Diese Einflüsse der Ich-Geister strahlten ein in seinen astralischen Leib. Während durch das eingeträufelte Ich der Geister der Form sein astralischer Leib umgestaltet wurde, strahlten ihm zu gleicher Zeit die Ich-Geister, die es nicht bis zum Standpunkte der Geister der Form gebracht hatten, niedrigere Kräfte zu, als ihm in normaler Entwickelung hätten eingestrahlt werden müssen. Diese niedrigeren Kräfte bewirkten, daß der Mensch zerfiel in einen höheren und in einen niederen Teil. So haben wir durch das Einträufeln des Ich von seiten der Geister der Form das zur Selbstlosigkeit angelegte Ich, und durch das, was durch die zurückgebliebenen Ich-Geister eingeträufelt wird, das andere, zur Selbstigkeit, zum Egoismus veranlagte Ich. Das ist das Ich, das noch nicht los will von den Instinkten, Begierden und Leidenschaften. Die dringen darin ein und durchsetzen den astralischen Leib, so daß im menschlichen astralischen Leib zweierlei vorhanden ist: selbstlose Triebe, solche, die höher hinauf wollen, und solche Leidenschaften, die von Selbstsucht durchsetzt sind; die sind in den Menschen durch den Einfluß der Ich-Geister hineingekommen und verankern sich in ihm.
Cite:
GA 102/1908-02-29/p025 · edition original