The Festivals and Their Meaning II: Easter
Wir werden jetzt etwas weither holen müssen die Grundlage zu dieser Betrachtung, aber wir werden daraus auch sehen, was eigentlich in solchen Festen konserviert ist und was sie in unserer Seele auferwecken können. Weit werden wir zurückgehen in der Menschheitsentwickelung, wenn auch nicht so weit, wie das in unseren letzten Vorträgen der Fall war, weder der Zeit noch dem Raume nach. Aber die Betrachtungen, die wir angestellt haben, werden uns eine Hilfe sein, weil wir daraus den Hergang der Erdentwickelung und ihren Zusammenhang mit der Entwickelung der Wesenheiten des Himmelsraumes ersehen haben. Wir werden heute nur zurückgehen ungefähr bis in die Mitte des atlantischen Zeitalters. Es ist dasjenige Zeitalter, in dem die Vorfahren der heutigen Menschheit im Westen von Europa gewohnt haben, zwischen Europa und Amerika, auf jenem Kontinent, der heute den Boden des Arlantischen Ozeans bildet. Die Erde hat dazumal anders ausgesehen. Was heute Wasseroberfläche ist, war damals Landoberfläche, und da wohnten die Vorfahren der Menschen, die heute die europäisch-asiatische Kulturmenschheit ausmachen. Wenn wir nun einen geistigen Blick auf das Seelenleben dieses vorsintflutlichen atlantischen Volkes werfen, dann stellt sich uns dasselbe ganz anders dar als das Seelenleben der nachatlantischen Menschheit. Wir wissen aus früheren Betrachtungen, wie gewaltig im Laufe der Erdentwickelung sich alles, auch in der Seele der Menschen, geändert hat. Bis zu jenem Wechselzustande hin von täglichem Wachen und nächtlichem Schlafen hat sich alles im menschlichen Bewußtseinsleben geändert seit jener Zeit.
Cite:
GA 102/1908-04-13/p010 · edition original