Zehnter Vortrag
Wenn wir nun von dem Menschen hinaufschauen zu jenen höheren Wesenheiten, von denen wir eben gesprochen haben, so dürfen wir sagen: Sie unterscheiden. sich in einer gewissen Weise von dem Menschen dadurch, daß sie die gröbere Leiblichkeit, nach unten gehend, nicht mehr entwickelt haben. Wir können daher bei ihnen die gröbere Leiblichkeit, die für die Sinne wahrnehmbar ist, nicht sehen. Wenn wir die Lunarpitris oder Engel, wie sie die christliche Esoterik nennt, betrachten, die auf dem Monde ihre Entwickelungsstufe als Mensch durchgemacht haben, so wird sich aus dem Verschiedenen, was wir gesagt haben, ergeben, daß wir ihnen eine so grobe Leiblichkeit wie dem Menschen nicht zuschreiben dürfen. Dagegen haben sie die höheren Glieder, die der Mensch erst in der Zukunft ausbilden wird, schon ausgebildet, so daß wir sagen können: Bei ihnen finden wir zum Unterschied vom Menschen das verwirklicht, daß sie Geist und Seele sind, im Gegensatz zum Menschen, der eine dreigliedrige Wesenheit ist: Geist, Seele und Leib. So haben wir uns vorzugsweise beschäftigt im Kosmos mit denjenigen Wesenheiten, die also eigentlich Menschen sind, die Geist, Seele und Leib haben, und mit Wesenheiten, die über dem Menschen stehen, und die Geist und Seele haben.
Cite:
GA 102/1908-05-16/p006 · edition original