{"corpus":"steiner","locus":"GA 102/1908-05-16/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Jetzt erinnern wir uns einmal daran, was ich gesagt habe, wodurch der Jupiter sich unterscheidet von unserer Erde. Wir haben beschrieben das Wesen der Erde als den Planeten der Liebe, im Gegensatz zu dem Wesen des Mondes, den wir den Planeten der Weisheit genannt haben. Wie sich die Liebe nach und nach hier auf der Erde entwickelt, so hat sich die Weisheit, die wir überall rings um uns herum finden, auf dem Monde entwickelt. Die Liebe ist in der niedersten Form in der lemurischen Zeit aufgesprossen und verwandelt sich in immer höheren Stufen bis zur höchsten geistigen Form der Liebe. Während des Jupiterdaseins werden die Jupiterbewohner auf die Liebe hinschauen wie die Erdenmenschen auf die Weisheit. Wenn der Erdenmensch auf die Weisheit hinblickt, die ihn umgibt, zum Beispiel auf einen Knochen des Oberschenkels, und den wunderbaren Aufbau sieht, wie sich da Balken an Balken aneinander fügt, so muß er sich sagen: Heute kann der Mensch mit der größten Ingenieurkunst noch nicht so etwas zustande bringen, was die kosmische Weisheit in einem Stück Oberschenkelknochen erreicht hat. Der ganze Erdenplanet ist auf diese Weise kristallisierte Weisheit, die sich auf dem Monde ausgebildet hat. Und ebenso bildet sich hier auf der Erde nach und nach die Liebe aus. Wie wir hier die Weisheit um uns herum in jeder Blüte bewundern, so wird der Jupiterbewohner die Liebe sich entgegenduften fühlen, die von allen Wesen ausströmt; wie zu uns die Weisheit spricht, die in die Erde hineingeheimnißt worden ist durch das alte Mondendasein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-05-16","location":null,"word_count":248,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/102/1908-05-16/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/102/1908-05-16/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/102/1908-05-16/p020"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}