{"corpus":"steiner","locus":"GA 102/1908-06-01/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn Sie gewisse Stätten beobachten könnten, zum Beispiel Quellen, wo unten der Stein ist und dann Moos darüber wächst, und so eine Art Wand zwischen der Pflanze und dem Stein sich bildet, und dann das Wasser darüber sickert — das ist auch notwendig —, da würden Sie schen, daß das, was man Nymphen und Undinen nennt, etwas sehr Reales ist; das zeigt sich da mit besonderer Stärke. Und da, wo Metalle und das sonstige Erdreich zusammenstoßen, liegen ganze Bündel von jenen Wesenheiten, die man Gnomen nennt. Eine vierte Art sind die Salamander. Die sind sozusagen das jüngste Geschlecht in der Reihe dieser ganzen Elementarwesen; sie sind aber trotzdem vielfach vorhanden. Sie sind zum großen Teil Wesenheiten, die ihr Dasein einem Abschnürungsprozeß aus Tiergruppenseelen verdanken. Solche Wesenheiten suchen auch Gelegenheit, Nahrung zu finden, und sie finden sie namentlich da, wo das Menschenreich in manchmal nicht ganz normale, sondern abnorme Beziehungen zum Tierreich tritt. Wer über solche Dinge etwas weiß, dem ist bekannt, daß sich Elementarwesen, und zwar recht gutartige, entwickeln durch jene familiäre Beziehung zwischen dem Reiter und seinem Roß. Insbesondere bilden sich durch die Gemütsbeziehungen gewisser Menschen zu Tiergruppen Gefühle aus, Gedanken und Seelenimpulse, die solchen salamanderartigen Elementarwesenheiten eine gute Nahrung geben. Das kann man besonders bemerken in dem Zusammenleben des Schäfers mit seiner Schafherde, überhaupt der Hirten, die mit ihren Tieren zusammenleben. In den Gefühlen, die sich da durch diese Intimität zwischen Mensch und Tier entwickeln, finden gewisse salamanderartige Elementarwesen ihre Nahrung und halten sich da auf, wo so etwas vorhanden ist. Das sind auch recht kluge Wesenheiten, die eine durchaus natürliche Weisheit haben. Da entwickeln sich durch diese Gefühle bei dem Schäfer Fähigkeiten, wodurch diese Elementarwesen dem Menschen das zuraunen können, was sie wissen; und manches der Rezepte, die aus solchen Quellen stammen, haben ihren Ursprung in dem, was da eben auseinandergesetzt worden ist. Es kann durchaus sein, daß ein Mensch zwischen solchen Verhältnissen wie von feinen geistigen Wesenheiten umgeben ist, die ihn mit einem Wissen ausstatten, wovon unsere heutigen Gescheiten sich gar nichts träumen lassen. Alle diese Dinge haben ihren guten Grund und sind durchaus zu beobachten durch die Methoden, welche die okkulte Weisheit ausbilden kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-06-01","location":null,"word_count":359,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/102/1908-06-01/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/102/1908-06-01/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/102/1908-06-01/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}