Dreizehnter Vortrag

GA 102/1908-06-11/p023 ·1908-06-11 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So redet der Mensch, der materialistisch fühlt und empfindet, weil er die Realitäten in der geistigen Welt nicht hat. Der wahre Künstler aber redet anders. Er wird etwa sagen: «Wenn mir erklingen die Töne des Orchesters, dann ist es mir so, wie wenn ich in ihnen sprechen hörte die Töne einer Urmusik, die schon erklang, als noch keines Menschen Ohr da war, um sie zu hören.» Er kann auch sagen: In dem, was in einer Symphonie ertönt, liegt eine Erkenntnis geistiger Welten, die höher, bedeutsamer ist als alles, was sich logisch beweisen und in Schlußfolgerungen auseinandersetzen läßt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/102/1908-06-11/p023.json
Cite: GA 102/1908-06-11/p023 · edition original