Erster Vortrag

GA 103/1908-05-18/p034 ·1908-05-18 · original (original)
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Nicht durch theoretisches Erklären und abstraktes begriffliches Auseinandersetzen kommen Sie zu dieser Vorstellung des Logos, sondern Sie müssen sich durch das Gemüt in das ganze Empfindungsleben aller derjenigen hineinversetzen, die so von dem Logos gesprochen haben. Auch diese Leute haben die Dinge um sich herum gesehen. Aber es genügt nicht, daß der Mensch bloß das ansieht, was um ihn herum ist, sondern es kommt darauf an, wie sich daran die Empfindungen seines Herzens und seines Gemütes knüpfen, wie er dies oder jenes für höher oder niedriger hält, je nachdem, was er in ihnen sieht. Sie alle richten Ihre Blicke auf die Sie umgebenden Naturreiche, auf Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen. Sie nennen den Menschen das vollkommenste, das Mineral das unvollkommenste Geschöpf. Innerhalb der betreffenden Naturreiche unterscheidet man wieder höher und niedriger stehende Wesen. Zu den verschiedenen Zeiten empfanden die Menschen das ganz verschieden.

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