Zweiter Vortrag
Es könnte jemand sagen: Ja, eben ist gesagt worden, auf dem Saturn war unser physischer Leib noch nicht durchsetzt von einem Ätherleibe, nicht von einem astralischen Leib und nicht von einem Ich, denn die kamen erst auf der Sonne, dem Monde und der Erde hinzu; da war also wirklich der physische Leib des Menschen könnte man sagen — von dem Werte eines Minerals. - Nun aber haben wir angeführt, wie drei Verwandlungen dieses physischen Leibes einander folgten auf diesen alten Zustand, in dem er während des Saturndaseins war. Auch das heutige Mineral, das Sie als ein totes Mineral vor sich haben, kann unmöglich bestehen so, daß es bloß einen physischen Leib in sich hat. Machen Sie sich klar, daß zwar für diese unsere physische Welt das richtig ist, was gesagt wird und gesagt werden muß: daß das Mineral nur einen physischen Leib habe. Hier in der physischen Welt hat das Mineral bloß einen physischen Leib, aber absolut richtig ist das nicht. Genau ebenso wie der physische Leib, wenn er vor uns steht, in sich seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich hat, die dazu gehören, so hat auch das Mineral nicht bloß physischen Leib, sondern auch Ätherleib, astralischen Leib und Ich; nur befinden sich diese höheren Glieder seiner Wesenheit in höheren Welten. Das Mineral hat einen Ätherleib, der ist nur in der sogenannten astralischen Welt; das Mineral hat einen astralischen Leib, der ist nur in der sogenannten devachanischen oder himmlischen Welt, und es hat ein Ich, nur ist das in einer noch höheren oder geistigen Welt. Also unterscheidet sich der physische Menschenleib von dem physischen Leibe eines Minerals dadurch, daß der physische Menschenleib hier in dieser physischen Welt im wachen Zustand seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich in sich hat; das Mineral aber hat hier seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich nicht in sich, denn wir wissen ja, daß es außer unserer Welt noch andere Welten gibt. Die Welt, die wir mit unseren Sinnen gewöhnlich wahrnehmen, sie wird durchdrungen von der astralischen Welt und diese wieder von der Devachanwelt, die in eine niedere und in eine höhere devachanische Welt zerfällt.
Cite:
GA 103/1908-05-19/p009 · edition original