Vierter Vortrag

GA 103/1908-05-22/p041 ·1908-05-22 · original (original)
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Früher wurden diejenigen, die eingeweiht wurden, zu höheren geistigen Wahrnehmungsorganen gebracht. Mit äußeren Augen hat vorher niemals einer einen Gott gesehen. Der eingeborene Sohn, der im Innern des Vaters ruht, der ist der erste, der uns dahin geführt hat, auf die Weise einen Gott zu schauen, wie Menschen auf der Erde mit Erdensinnen ihre Umgebung sehen. Vorher war der Gott unsichtbar geblieben. Er offenbarte sich im Übersinnlichen durch den Traum oder durch etwas anderes in den Einweihungsstätten. Jetzt war der Gott historisch-sinnliche Tatsache, eine fleischliche Gestalt geworden. Das liegt in den Worten: «Gott hat bisher noch niemand gesehen. Der eingeborene Sohn, welcher im Innern des Weltenvaters war, er ist der Führer in diesem Schauen geworden » (1, 18). Er hat die Menschen dazu gebracht, mit den Erdensinnen einen Gott zu sehen.

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