Fünfter Vortrag

GA 103/1908-05-23/p005 ·1908-05-23 · original (original)
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Nun wollen wir einmal ins Auge fassen, daß das, was der Auferweckung des Lazarus vorangeht, zwar die Mitteilung ganz gewaltiger Dinge ist, daß sich aber der Verfasser erst für die Kapitel nach der Auferweckung des Lazarus die allertiefsten Dinge aufbewahrt hat. Dennoch wollte er überall darauf hinweisen, daß der Inhalt seines Evangeliums etwas ist, worüber nur derjenige Bescheid weiß, der bis zu einem gewissen Grade eingeweiht ist. Daher deutet er an verschiedenen Stellen darauf hin, daß man in den Dingen, die in den ersten Kapiteln mitgeteilt sind, es zu tun habe mit einer Art von Einweihung bis zu einem gewissen Grade. Es gibt eben Einweihungen verschiedener Grade. Man unterschied zum Beispiel in einer gewissen Form morgenländischer Einweihung sieben Grade der Einweihung, und diese sieben Grade der Einweihung benannte man mit allerlei symbolischen Namen. Der erste Grad war der Grad des «Raben», der zweite der des «Okkulten», der dritte der des «Streiters», der vierte der des «Löwen». Der fünfte Grad wird nun bei den verschiedenen Völkern, die noch eine Art von Blutzusammengehörigkeit fühlten als den Ausdruck ihrer Gruppenseele, bezeichnet mit dem Namen des Volkes; also bei den Persern zum Beispiel wird ein im fünften Grade Eingeweihter erst im okkulten Sinne ein «Perser» genannt. Wenn wir uns klarmachen, was diese Namen bedeuten, wird uns die Berechtigung dieser Benennungen bald erscheinen.

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