Fünfter Vortrag
Ein im ersten Grade Eingeweihter ist derjenige, der die Vermittelung zwischen dem okkulten und dem äußeren Leben bildet, der hin und her gesandt wird. Auf der ersten Stufe hat sich der Mensch noch mit voller Hingebung dem äußeren Leben zu widmen, aber das, was er erkundet, hat er hineinzutragen in die Einweihungsstätten. Von «Raben» spricht man also da, wo Worte von außen nach innen irgend etwas zu vermitteln haben. Erinnern Sie sich an die Raben des Elias oder an die Raben des Wotan, selbst noch an die Raben in der Barbarossa-Sage, wo sie erkunden sollen, ob es schon Zeit ist, herauszukommen. Der im zweiten Grade Eingeweihte stand schon voll im okkulten Leben. Einer, der im dritten Grade war, durfte für das Okkulte eintreten; der Grad des «Streiters» bedeutet nicht einen Menschen, der da streitet, sondern einen, der für die okkulten Lehren eintreten darf, für das, was das okkulte Leben zu geben vermag. Derjenige, der ein «Löwe» ist, ist ein solcher, der das okkulte Leben in sich verwirklicht; so daß er nicht bloß mit Worten für das Okkulte eintreten darf, sondern auch mit Taten, das heißt mit einer Art magischer Taten. Der sechste Grad ist der Grad des «Sonnenhelden», und der siebente Grad ist der Grad des «Vaters». Für uns kommt der fünfte Grad in Betracht.
Cite:
GA 103/1908-05-23/p006 · edition original