Fünfter Vortrag

GA 103/1908-05-23/p021 ·1908-05-23 · original (original)
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An dieses Prinzip wendet sich der Christus Jesus nicht; er wendet sich an diejenigen, die dieses Prinzip der bloßen Blutsverwandtschaft durchbrechen, und er zeigt das Wichtige, was er zu zeigen hat, daher nicht zuerst innerhalb Judäas, sondern draußen in Galiläa. Galiläa war das Gebiet, wo Völker aus allen möglichen Stämmen und Völkern gemischt waren. Der «Galiläer» bedeutet der «Mischling». Zu den Galiläern geht der Christus Jesus, zu denen, die am meisten gemischt sind. Und aus dem, was solcher durch Mischung bewirkten Fortpflanzung der Menschheit zugrunde liegt, soll das hervorgehen, was eben nicht mehr an die materielle Grundlage der Liebe gebunden ist. Daher wird das, was er zu sagen hat, auf einer Hochzeit gesagt. Warum gerade auf einer Hochzeit? Weil durch die Hochzeit hingedeutet werden kann auf die Fortpflanzung der Menschheit. Und das, was er zeigen will, zeigt er nicht da, wo man nur heiratet in engeren Grenzen, wo man nur heiratet innerhalb der Blutsbande, sondern da, wo man unabhängig von den Blutsbanden heiratet. Deshalb wird das bei einer Hochzeit gesagt, und zwar bei einer Hochzeit in Galiläa. Und wenn wir verstehen wollen, was hier gezeigt wird, dann müssen wir wiederum einen Blick werfen auf die ganze Entwickelung der Menschheit.

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