{"corpus":"steiner","locus":"GA 103/1908-05-23/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir im Geiste zurückblicken auf die Entwickelung der Menschheit, als die Menschheit noch auf dem alten Kontinente zwischen Europa und Amerika war, auf der alten Atlantis, von da aus hinüberlebte in die spätere nachatlantische Zeit, und wie verschiedene Generationen endlich bis zu uns herauf geführt haben, dann können wir den ganzen Sinn dieser Entwickelung der Menschheit von der vierten Rasse zur fünften Rasse — wenn wir ihn vom Rassenstandpunkt aus betrachten — so ins Auge fassen, daß sozusagen aus der noch ganz und gar in die Gruppenseele getauchten Menschheit der Atlantis allmählich sich entwickeln, langsam heranreifen sollte das Einzel-Ich der menschlichen Persönlichkeit in der nachatlantischen Zeit. Was der Christus geistig brachte durch seinen mächtigen geistigen Impuls, das mußte langsam auch durch andere Impulse vorbereitet werden. Was Jahve getan hat, war, daß er in den astralischen Leib das Gruppenseelen-Ich hineingelegt und ihn so vorbereitet hat zur langsamen Reifung, um aufzunehmen das völlig selbständige «Ich-bin». Nicht anders aber konnte dieses Ich-bin von dem Menschen erfaßt werden, als wenn auch sein physischer Leib ein geeignetes Werkzeug wurde, um dieses Ich-bin zu beherbergen. Sie können sich leicht vorstellen, daß der astralische Leib noch so fähig sein könnte, ein Ich aufzunehmen — wenn der physische Leib so ist, daß er kein geeignetes Werkzeug ist, um das «Ich-bin» auch wirklich im Wachbewußtsein zu fassen, dann ist es eben nicht möglich, ein «Ich-bin» aufzunehmen. Es muß auch der physische Leib immer das geeignete Werkzeug sein für das, was sich auf Erden hier ausprägt. Also mußte der physische Leib, als der astralische Leib herangereift war, vorbereitet sein, um ein Werkzeug für das. «Ich-bin» zu werden. Und das geschah auch in der menschlichen Entwickelung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-05-23","location":null,"word_count":276,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/103/1908-05-23/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}