Fünfter Vortrag

GA 103/1908-05-23/p033 ·1908-05-23 · original (original)
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Und Kapitel für Kapitel wird uns jetzt im Johannes-Evangelium ein Zweifaches gezeigt: erstens, daß das, was mitgeteilt wird, für diejenigen mitgeteilt wird, die in einer gewissen Weise okkulte Wahrheiten zu begreifen vermögen. Heute wird ja exoterisch Geisteswissenschaft vorgetragen, damals aber konnten geisteswissenschaftliche Wahrheiten nur diejenigen verstehen, die in einer gewissen Weise bis zu diesem oder jenem Grade wirklich eingeweiht waren. Wer konnte etwas von dem verstehen, was an tieferen Tatsachen der Christus Jesus zu sagen hatte? Derjenige nur konnte es verstehen, welcher vermochte, außerhalb des Leibes wahrzunehmen, wer heraustreten aus dem Leibe und in der geistigen Welt bewußt werden konnte. Wollte der Christus Jesus zu Menschen reden, die ihn verstehen konnten, so mußten es solche sein, die eingeweiht waren in einer gewissen Weise, die schon in einer gewissen Weise geistig sehen konnten. Wenn er zum Beispiel spricht von der Wiedergeburt der Seele in dem Kapitel über das Gespräch mit Nikodemus; da wird uns gezeigt, daß er diese Wahrheit einem solchen verkündet, der mit geistigen Sinnen sieht. Sie brauchen nur zu lesen:

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