Neunter Vortrag
Selbst im Lukas-Evangelium wird darauf hingewiesen, daß der Vater des Jesus der Heilige Geist ist. Das ist buchstäblich aufzufassen, und diejenigen Theologen, die das nicht anerkennen, können das Evangelium eben nicht lesen. Und so müssen wir die große Frage hinstellen: Wie stehen mit alledem, was wir gehört haben, die Worte «Ich und der Vater sind eins», «Ich und der Vater Abraham sind eins», «Bevor Abraham war, war «Ich-bin>» in Einklang? Wie bringt man mit alledem die unleugbare Tatsache in Harmonie, daß die Evangelien in dem «Heiligen Geist» das Vater-Prinzip sehen? Und wie haben wir im Sinne des Johannes-Evangeliums über das MutterPrinzip zu denken?
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GA 103/1908-05-29/p035 · edition original