Zehnter Vortrag

GA 103/1908-05-30_02/p005 ·1908-05-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wir also stehen jetzt in der fünften nachatlantischen Kulturepoche und sagen uns: Das Christentum ist eingetreten in die Menschheitsentwickelung in seiner vollen Tiefe und Bedeutung in der vierten Epoche. Es hat, soweit die Menschheit der fünften Epoche ergriffen werden konnte, gewirkt, und wir werden prophetisch voraussagen, wie es weiter wirken wird, soweit es aus der spirituellen Wissenschaft möglich ist, vorherzusagen. Wir haben aber schon gestern erwähnt, daß die Mission des Christentums vorbereitet worden ist in der dritten Kulturepoche. Die ägyptische Kultur gehört zu der dritten Kulturepoche, und aus ihrem Schoße heraus leitete das Bekennertum des Alten Testamentes die hebräische Kulturentwickelung so, daß sozusagen herausgeboren wurde aus dem Schoße der dritten Kulturepoche das Christentum, das dann voll zur Welt kam für die vierte Epoche mit dem Christus Jesus. Wir können also sagen: Die Menschheit der nachatlantischen Zeit hat erlebt einen gewissen geistigen Einfluß in der dritten Kulturepoche. Dieser Einfluß hat fortgewirkt in die vierte Epoche hinein; da konzentrierte er sich in dem Christus Jesus, wirkte weiter hinein in die fünfte Kulturepoche, in die unsrige, und wird von der unsrigen hinüberwirken in die sechste Epoche, die der unsrigen nachfolgen wird. Und nun müssen wir genau verstehen, wie diese Wirkungen geschehen sind.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/103/1908-05-30_02/p005.json
Cite: GA 103/1908-05-30_02/p005 · edition original