Zweiter Vortrag

GA 104/1908-06-19/p011 ·1908-06-19 · original (original)
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Wir wissen aus den mannigfaltigsten Vorträgen, daß der Tod beim Menschen dadurch eintritt, daß der Ätherleib mit dem astralischen Leib und dem Ich herausgeht und nur der physische Leib zurückbleibt. Da tritt etwas im Tode ein, was niemals sonst zwischen Geburt und Tod im regelmäßigen Verlauf des Lebens eingetreten ist. Der Ätherleib hat niemals, auch im tiefsten Schlafe nicht, den physischen Leib verlassen, sondern war immer darinnen. Im Tode verläßt der Ätherleib den physischen Leib. Während jenes todesähnlichen Zustandes nun verließ wenigstens ein Teil des Ätherleibes auch den physischen Leib, so daß also ein Teil des Ätherleibes, der sonst darinnen war, in diesem Zustand sich draußen befand. Man schildert das, wie Sie wissen, in mehr exoterischen Vorträgen dadurch, daß man sagt, der Ätherleib werde herausgezogen. Das ist nicht eigentlich der Fall. Aber diese feinen Unterscheidungen können wir erst jetzt machen. So also haben wir während dieser dreieinhalb Tage, während welcher der Priester-Initiator den Einzuweihenden wohl überwachte, den Menschen in einem Zustande, daß nur sein unterer Teil mit dem Ätherleib vereinigt war. Das ist der Moment, wo sich der astralische Leib mit all dem, was er an Organen in sich ausgebildet hat, abdruckt im Ätherleibe. In diesem Moment tritt die Erleuchtung ein. Wenn der Einzuweihende nach dreieinhalb Tagen erweckt wurde, dann war bei ihm das eingetreten, was man die Erleuchtung nennt, dasjenige, was folgen mußte auf die Reinigung, die bloß in der Ausbildung der Organe des astralischen Leibes besteht. Jetzt war der Schüler ein Wissender in der geistigen Welt. Was er früher geschen hatte, war nur eine Vorstufe des Schauens. Diese Welt, die aus einer Art von Gebilden bestand, die vorzugsweise Pflanzen nachbildete, sie ergänzte sich jetzt durch wesentlich neue Gebilde.

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Cite: GA 104/1908-06-19/p011 · edition original