Zweiter Vortrag
Daher ist es auch begreiflich, daß in dem Moment, wo der Astralleib den Ätherleib berührt, um sich in ihm abzudrucken, daß, da der Mensch von diesen Kräften, die ihn gebildet haben, durchdrungen ist, daß er da das Bild dieser Kräfte sieht, die in dem zweiten Siegel symbolisiert sind. Was ihn erhält und zusammenhängend macht mit dem ganzen kosmischen Weltall, das leuchtet auf in diesem Moment der Einweihung. Er sieht dasjenige, was die beiden Glieder seiner Wesenheit, den physischen und den Ätherleib, gebildet hat, was sie jede Nacht in ihrem Leben aufrecht erhält. Er selbst aber hat noch keinen Anteil daran, denn er kann noch nicht in diese beiden Glieder seines Wesens hineinarbeiten. Dem Menschen nach würde der physische und der Ätherleib, die in der Nacht im Bette liegen, zum Pflanzendasein verdammt sein, denn er überläßt beide sich selbst. Daher ist für den Menschen der Schlafzustand ein unbewußter, wie ihn die Pflanze immer hat.
Cite:
GA 104/1908-06-19/p020 · edition original