Fünfter Vortrag
Bis jetzt haben wir den Satz zu erhärten versucht, daß die Apokalypse des Johannes darstellt eine Einweihung, die christliche Einweihung, und daß durch diese christliche Einweihung die Zukunft der Menschheit zur Enthüllung kommt. Wir werden nun alles Weitere am besten dadurch vor unsere Seele führen, daß wir heute einmal zurückblicken und uns noch einmal die Zeiten vergangener Menschheitsentwickelung vor die Seele rücken. Und gerade so weit wollen wir das tun, als wir es zur Erklärung der Apokalypse brauchen. Die Grundzüge, um die es sich dabei handelt, kennen Sie schon. Sie wissen, daß unsere Erde, so wie sie heute den Wohnplatz der Menschen bildet, einmal in urferner Vergangenheit ihren Anfang genommen hat, daß sie aber als Erde die Wiederverkörperung einer anderen planetarischen Wesenheit war, die man gewöhnlich den alten Mond nennt, oder auch den Kosmos oder den Planeten der Weisheit, im Gegensatz zu unserer heutigen Erde, die wir bezeichnen als den Kosmos oder den Planeten der Liebe. Aber auch dieser Kosmos der Weisheit oder der alte Mond ist nur die Wiederverkörperung eines noch früheren Zustandes, den wir den Sonnenplaneten nennen, also nicht den Fixstern Sonne, sondern den Sonnenplaneten. Und dieser Sonnenplanet ist die Wiederverkörperung des alten Saturn. So daß wir vier aufeinanderfolgende Zustände unseres planetarischen Daseins zu unterscheiden haben, die wir nennen Saturn, Sonne, Mond und Erde.
Cite:
GA 104/1908-06-22/p004 · edition original