Sechster Vortrag

GA 104/1908-06-23/p033 ·1908-06-23 · original (original)
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Denken Sie sich einmal hinweggehoben von der Erde an einen fernen Stern und mit hellseherischem Auge begabt herunterschauend auf die Erde von jenem fernen Sterne aus. Da würden Sie sehen, daß diese Erde als physischer Leib eben nur physischer Leib ist und daß zu ihr gehören Ätherleib und astralischer Leib wie zum Menschen. Das alles hat auch die Erde. Sie würden die Erde von ihrer Aura umgeben sehen, und Sie würden durch Jahrtausende von jenem Stern aus verfolgen können die Entwickelung der irdischen Aura, Sie würden diese Erde eingeschlossen sehen von allerlei Farben: in der Mitte den physischen Kern, und darum herum flutend die Aura in verschiedenen Formen und Farben, die verschiedensten Gebilde darinnen in dieser geistigen Atmosphäre der Erde. Sie würden diese Farben und Formen im Laufe der Jahrtausende sich mannigfaltig verändern sehen, aber es würde ein Zeitpunkt eintreten, ein Zeitpunkt von großer Wichtigkeit: da nimmt die ganze Aura eine andere Form und Farbe an. Die Erde erscheint in einem neuen Lichte, zunächst von außen gesehen. Und das geschieht mit ungeheurer Schnelligkeit, so daß man sich sagen muß: Von diesem Augenblick an ist eine Grundverwandlung mit der Erde vor sich gegangen, die Erdenaura hat sich völlig verwandelt. — Welcher Zeitpunkt ist das? Das ist der Zeitpunkt, wo auf Golgatha das Blut aus den Wunden des Erlösers floß. Dieser Augenblick ist ein höchst wichtiger, der wichtigste Augenblick der ganzen Erdenentwickelung. Der Augenblick, wo das Blut aus den Wunden des Erlösers fließt, ist derselbe, wo die Aura der Erde sich neugestaltet. Es tritt eine ganz neue Kraft ein, jene Kraft, die der wichtigste Impuls für die Erdenentwickelung ist, zu der alles, was wir bisher gesehen haben, nur Vorbereitung war.

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Cite: GA 104/1908-06-23/p033 · edition original