Neunter Vortrag
Wir dürfen sagen, daß dieser große Moment des Hinüberlebens in die geistig gewordene Erde uns in der Bibel in einer wunderbaren Weise ausgedrückt wird, indem uns gesagt wird, daß alles, was der Mensch jetzt während der Erdenzeit im physischen Leib sich erarbeitet, wie eine Saat ist, die aufgehen wird als Frucht, wenn die Erde geistig geworden sein wird. 1. Korinther 15, 37: «Und das du säest, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloß Korn, nämlich Weizen oder der anderen eins. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib», das heißt den Leib, welcher der Ausdruck ist des Seelischen, der Individualität. «Und es sind himmlische Körper und irdische Körper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen.» Die irdischen Körper werden aufgelöst, die himmlischen erscheinen als der lichtvolle Ausdruck dessen, was die Seele ist. «Es wird gesäet verweslich und wird auferstehen unverweslich.» Der unverwesliche Leib, der wird dann auferstehen. «Es wird gesäet ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistiger Leib.» «Geistiger Leib» nennt Paulus den Äther- oder Lebensleib, nachdem das Physische sich aufgelöst hat und der Ätherleib sich in die astralische Erde hineinbewegt. Da sieht Paulus voraus den unverweslichen, geistigen Leib, wie er ihn nennt.
Cite:
GA 104/1908-06-26/p012 · edition original