Neunter Vortrag

GA 104/1908-06-26/p013 ·1908-06-26 · original (original)
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Und jetzt betrachten wir dasjenige, was der Mensch hineinlegt als Ausdruck seiner eigenen Christus-Fähigkeit. Es ist dasselbe, was Paulus im Geiste vorschwebt und was er nennt den «letzten Adam», während er den ersten Menschen, der in einem physisch sichtbaren Leibe ins Dasein getreten ist, den «ersten Adam» nennt. In der lemurischen Zeit, an der Grenze des lemurischen Zeitalters, finden wir unten schon verschiedene Tiere, der Mensch aber ist noch nicht für äußere Augen sichtbar, er ist noch ätherisch. Er verdichtet sich, nimmt mineralische Bestandteile auf, er erscheint in seiner ersten Gestalt. Wie wenn Wasser sich verdichtet zu Eis, so kommt der physische Mensch heraus. Dann geht die physische Entwickelung so weit, daß sich auflösen kann, was irdisch ist, und da entschwindet das Irdische. Daher erscheint der Mensch, der den ätherischen Leib hat, als der «letzte Adam». Der «erste Adam» hat die Fähigkeit, im physischen Leib durch die physischen Sinne auf die Erde zu sehen, der letzte Adam, der einen geistigen Leib annimmt, ist eine Physiognomie der inneren Christus-Fähigkeit. Christus wird daher auch von Paulus der «letzte Adam» genannt. So schließt sich dasjenige, was die Menschwerdung enthält, zusammen. Wir sehen im Geiste aufleuchten, was aus dem Menschen einst werden wird, während wir vorher gesehen haben, wie der Mensch herunterstieg auf unsere Erde.

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Cite: GA 104/1908-06-26/p013 · edition original