Neunter Vortrag

GA 104/1908-06-26/p017 ·1908-06-26 · original (original)
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Es gab eine Zeit, in der so die Menschen mit Fäden zusammenhingen mit der übrigen Erde. Wir berühren, wie gesagt, da ein bedeutsames und ernstes Mysterium, das Mysterium, welches seine letzten Spuren hinterlassen hat dadurch, daß der Mensch, wenn er heute in die Welt tritt, den Zusammenhang mit dem mütterlichen Organismus in der Nabelschnur gelöst erhält. Dieser Zusammenhang mit dem mütterlichen Organismus ist der letzte Rest jenes Zusammenhanges, den der Mensch hatte mit der Mutter Erde. Und wie der Mensch heute ein Menschensohn ist, vom Menschen geboren, so ist der Mensch einstmals ein Erdensohn gewesen, von der Erde geboren, da die Erde noch ein lebendiges Wesen war. Und damit wurde der Mensch selbständig, daß die Nabelschnur, an der er zusammenhing mit der ganzen Erde, sozusagen für ihn abgeschnitten wurde. Dadurch wurde er ein Wesen, das von seinesgleichen geboren wurde.

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