{"corpus":"steiner","locus":"GA 104/1908-06-26/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Was muß der Mensch also tun, damit er der künftigen Verkörperung unserer Erde eine würdige Gestalt gibt? Er muß dafür sorgen, daß die Arbeit, die er jetzt bewußt leisten kann, in der Christus-gemäßen Weise vor sich geht, damit der ätherische Leib, der ein Abbild dieser Arbeit sein wird, in würdiger Weise sich hineinlebt in die vergeistigte Erde. Alle Teile dieses Leibes werden so sein, wie der Mensch sie gemacht hat. Was der Mensch gemacht haben wird aus seinem physischen Leibe, das wird er in diese geistige Erde hineinbringen, und dasjenige, was daraus sich gestalten wird, das wird die Grundlage sein für seine Weiterentwickelung. Wie sich Ihre heutige Seele in Ihrem heutigen Leibe, den Sie vom Monde ererbt haben, entwickelt, so wird sich die künftige Seele in demjenigen entwickeln, was Sie selber aus ihrem Leibe machen. Daher bezeichnet man den Leib, dasjenige, was die Seele, das Ich umkleidet, umhüllt, was von diesem Ich bewohnt wird, als den Tempel der im Innern befindlichen Ichheit, den Tempel der im Menschen lebendigen Göttlichkeit, den Tempel Gottes. Indem Sie also diesen Leib gestalten, bauen Sie einen künftigen Tempel, das heißt die neue Verkörperung der Erde,.auf. Sie bauen in den richtigen Maßen den Jupiter auf, indem Sie den menschlichen Leib in der richtigen Weise ausgestalten. Was muß daher zum Vorschein kommen, wenn die Erde am Ziel angekommen sein wird? Ein in allen Maßen stimmender Tempel der Seele. Daher wird dem Eingeweihten der Auftrag gegeben, diesen Tempel, den der Mensch dann gebaut haben wird, zu untersuchen. Daß die Seele das Richtige gemacht hat, wird dadurch zum Vorschein kommen, daß er gemessen wird, dieser Tempel Gottes. «Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und er sprach: Stehe auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die darinnen anbeten. Aber den Vorhof außerhalb des Tempels wirf hinaus!» (Kapitel 11, 1.) Das heißt: Alles dasjenige muß hinausgeworfen werden aus dem Tempel, was zur Vorbereitung da war. Der Mensch mußte erst physischen Leib und Ätherleib haben, bevor er drinnen arbeiten konnte. Dieser physische Leib und der Ätherleib, die sind der Vorhof: die müssen abfallen, die wirf hinaus. — Dasjenige, was der Mensch allein gemacht hat, das behält er. Das ist der Tempel, in dem wohnen sollen neue Wesen zur Zeit des Jupiter-Daseins.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-06-26","location":null,"word_count":376,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/104/1908-06-26/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/104/1908-06-26/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/104/1908-06-26/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}