Zehnter Vortrag
Zu einem erhöhteren Bewußtseinsgrad, von dem die meisten Menschen von heute keine Ahnung haben, werden die Menschen aufsteigen während der Jupiterzeit, wenn das alles geschehen ist, was wir schon beschrieben haben und was im Anschluß an die Apokalypse des Johannes noch zu beschreiben ist. Dann, wenn der Mensch sozusagen gerettet vom Abgrund hervorgegangen und dem Verfall entgangen ist, wenn er hinaufgestiegen ist in die astralisierte und vergeistigte Erde, dann wird das die Grundlage dafür sein, daß er auf dem Jupiter dasjenige Bewußtsein erlangt, das wir nennen können das bewußte Bilderbewußtsein. Wenn man es schildern soll, so kann das nur aus den Erfahrungen der Eingeweihten heraus geschehen. Denn die Einweihung ist ja nichts anderes als die Aneignung der Fähigkeit, in einer früheren Entwickelungsstufe zu erreichen, was die normale Menschheit auf einer späteren Stufe erreicht. Im bewußten Bilderbewußtsein ist der Mensch genau ebenso selbstbewußt wie heute vom Morgen bis zum Abend, aber er nimmt nicht nur wahr die äußeren Gegenstände, sondern im Blickfeld seiner Seele hat er Bilder, und zwar Bilder, die nicht etwa mit einer gewissen Dumpfheit verknüpft sind, die vielmehr eingebettet sind in das helle Tagesbewußtsein. Also helles Tagesbewußtsein und Mondenbewußtsein zusammen, das gibt das Jupiterbewußtsein. Der Mensch erhält sich, was er jetzt hat und erwirbt sich dazu die Fähigkeit, das Seelisch-Geistige wahrzunehmen.
Cite:
GA 104/1908-06-27/p011 · edition original