Zehnter Vortrag

GA 104/1908-06-27/p044 ·1908-06-27 · original (original)
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Mit der Erringung der ersten Anlage zum Ich-Bewußtsein wird dem Menschen die Geschlechtlichkeit erst bewußt. Das ist der Moment, der uns in der Bibel dargestellt wird, wo Adam und Eva gewahr werden, daß es etwas wie eine Geschlechtlichkeit gibt. Diesen bedeutungsvollen dramatischen Moment, hierher haben wir ihn in der Erdenentwickelung zu setzen. Und wenn Sie hellseherisch zurückblicken auf die Zeit, die voranging, so sehen Sie von dem Menschen eben nur dasjenige, was die Werkzeuge des Geistes sind. Das andere war überhaupt nicht zu sehen. Der Mensch war nur seiner oberen Gestalt nach zu sehen. Und von dem genannten Zeitpunkt an fing man an, den Menschen ganz zu sehen. Es ist uns jetzt begreiflich, warum die Menschen sich nun verhüllten. Vorher sahen sie nichts, was sie hätten verhüllen sollen. So trat der Mensch allmählich ins Äußere heraus.

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