Elfter Vortrag

GA 104/1908-06-29/p013 ·1908-06-29 · original (original)
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Denken Sie sich einmal, Sie würden in einer ganz ebenen Gegend auf einer Eisenbahnstrecke fahren und in der Lage sein, nicht im Waggon sitzen zu müssen, sondern in einem für Sie besonders zugerichteten Wagen, und zwar so, daß Sie nach allen Seiten hin einen freien Blick hätten. Nehmen wir an, Sie wären imstande, das lange Zeit hindurch zu machen. Sie hätten wirklich einen freien Ausblick, und wenn Sie in irgendeinem Punkte Ihrer Fahrt sehr rasch ein Bild entwerfen könnten von der gesamten Umgebung, so würde dieses Bild vollständig kreisförmig abgeschlossen sein. Nur in einem Falle würde dies nicht der Fall sein. Denken Sie sich einmal, Sie sitzen in dem dahinfahrenden Zug und fixieren das Bild, das Sie vor sich haben. In diesem Augenblick, wo Sie es fixieren, schlafen Sie ein und fahren eine Zeitlang schlafend, und dann, wenn Sie schlafen, werden Sie eine Strecke hindurch nicht gewahr, wie das Bild sich verändert. Sie wachen auf, und in dem Zeitpunkt, wo Sie aufwachen, da denken Sie sich das Bild, das Sie vorher fixiert haben, rasch wieder aufleben. Jetzt stimmt es nicht, und der Grund davon ist, daß Sie eine gewisse Zeitstrecke verschlafen haben. Jetzt fällt nicht zusammen Ihr Bild mit dem Blick, der nach allen Seiten gleich ist, denn Sie haben dazu ein Stück, das Sie verschlafen haben.

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Cite: GA 104/1908-06-29/p013 · edition original