Zwölfter Vortrag

GA 104/1908-06-30/p011 ·1908-06-30 · original (original)
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Wenn wir dieses andere Bild vor unsere Seele hinstellen, wenn 'wir es so recht durchempfinden, dann wird ein ganz anderes Gefühl, eine ganz andere Erkenntnismöglichkeit dieser Tatsache in uns aufleben. Heute ist es das, was wir schwarze Magie nennen, dem die Menschen in gewisser Weise bewußt oder unbewußt verfallen können. Diejenigen, die heute so dahinleben in den Tag hinein, die heute gar nicht berührt werden von der spirituellen Weltanschauung, die in ihrem bequemen Alltagsdusel dahinleben und sagen: Was kümmert mich, was diese Träumer von Anthroposophen sprechen —, die haben die geringste Möglichkeit, in die Kreise der schwarzen Magie hineinzukommen. Für sie ist es so, daß sie heute nur die Gelegenheit versäumen, um einstmals ihren Mitmenschen zu helfen in den Bestrebungen zur Erlangung des spirituellen Lebens. Für sie selbst kann noch nicht sehr viel verloren sein. Diejenigen aber, die heute beginnen, auf eine unrechtmäßige Weise sich an das spirituelle Leben heranzumachen, die nehmen eigentlich in den allerersten Anfängen in sich die Anlage auf von etwas, was man schwarze Magie nennen könnte. Und nur ganz wenige Individuen gibt es, die heute schon der schwarzen Magie in jenem furchtbaren Sinn verfallen sind, in dem eigentlich von dieser scheußlichen Kunst der Menschheit gesprochen werden muß.

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