Zwölfter Vortrag
Nehmen Sie den Menschen von heute, wie Sie selber einer sind. Er lebt so, daß er vom Morgen, wenn er aufwacht, bis zum Abend, wo er einschläft, aus vier Gliedern besteht, aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Wir wissen auch, daß der Mensch während seines Erdendaseins von seinem Ich aus die niederen Glieder seiner Wesenheit bearbeitet und daß es ihm gelingen muß, während des Erdendaseins den astralischen Leib unter die Herrschaft des Ich zu bringen. Wir wissen, daß die Erde abgelöst werden wird von dem Jupiter, ihrer nächsten Verkörperung. Wenn der Mensch auf dem Jupiter angelangt sein wird, dann wird er als ein anderes Wesen vor uns stehen. Dieser Jupitermensch wird von seinem Ich aus durchgearbeitet haben seinen astralischen Leib. Und wenn wir heute sagen, der Erdenmensch, der im wachen Zustand vor uns steht, hat ausgebildet zunächst physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, so müssen wir vom Jupitermenschen sagen, er wird ausgebildet haben physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, aber seinen astralischen Leib wird er umgestaltet haben zu Geistselbst. Er wird auf einer höheren Stufe des Bewußtseins leben, auf einer Stufe, die folgenderweise charakterisiert werden kann. Jenes alte, dumpfe Bilderbewußtsein des Mondes, das auch noch in den ersten Zeiten des Erdenbewußtseins da war, das wird in seinen Bildern als hellseherisches Bewußtsein wieder da sein, aber es wird ausgestattet sein mit dem menschlichen Ich, so daß der Mensch so logisch überlegend sein wird mit diesem Jupiterbewußtsein, wie er es heute mit dem Tagesbewußtsein der Erde ist.
Cite:
GA 104/1908-06-30/p015 · edition original